Archiv der Kategorie: Aktuell

Timeline Schalenberg Sven

1980 bis 1988 Prae-Studium Bad Breisig

9. April 1988

1980 bis 1988 Prae-Studium Bad Breisig

Ein ganz früher Förderer war sicher der evangelische Pfarrer Alfred Genuith. Er bestellte die allerersten Ölbilder: Eine große Tafel mit der Kopie von Edvard Munch:…

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1988-1993 Studium Freie Bildende Kunst, Mainz

6. April 1993

1988-1993 Studium Freie Bildende Kunst, Mainz

Damals wurde die Portrait-Studie zum eigenen Professor Klaus Jürgen-Fischer, eigentlich von niemandem verstanden, da gleich etwas anbiederndes vermutet wurde, und nicht, wie eigentlich beabsichtigt, in…

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1993 Diplomausstellung Freie Malerei

6. Juni 1993

1993 Diplomausstellung Freie Malerei

Die Diplomausstellung in der Aula des Fachbereichs Bildende Kunst an der Uni-Mainz blieb Vielen lange in guter Erinnerung. „Geht das? So eine Ästhethisierung des Schreckens?“,…

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1993-1995 Aufbaustudium Wissenschaftliche Illustration

6. April 1994

1993-1995 Aufbaustudium Wissenschaftliche Illustration

Gerade als Schalenberg sein Diplomstudium beendete, begann mit der schweizer Zeichnerin Cornelia Hesse-Honegger ein Pilotprojekt „Aufbaustuduim wissenschaftliche Illustration“, gedacht für „fertige“ Künstler und „fertige“ Naturwissenschaftler….

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1994 bis 2007 Mainzer ART’N’ACT

9. September 1994

1994 bis 2007 Mainzer ART’N’ACT

Im Herbst 1994 eröffneten die Künstler Charo Calleja-Martin, Thomas Bauer, Sven Schalenberg und der Betriebswirtschafter Detlef Glora in Mainz am Münsterplatz die Gloragallery. Bald umbenannt…

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2003-2018 Wahl-Art

4. April 2003

2003-2018 Wahl-Art

Im ersten Stock des ehemaligen Zisterzienser-Klosters Wahlheimer Hof, genauer einer Filie von Eberbach, bezog Schalenberg 2003 mit der Familie das ehemalige Dormitorium der Mönche als…

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2019-heute

3. April 2019

2019-heute

Gehen wurde dann bald zum argen Problem und ein Umzug innerhalb des Hauses in das Rollstulgerechtere Erdgeschoß wurde Anfang 2019 möglich und mit der Hilfe…

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Vor dem Studium 1980 – 1987

Kunst-Studium 1988 – 1993

Diplomausstellung 1993

Aufbaustudium 1993 – 1995

Mainzer Zeit ART’N’ACT 1994 – 2007

Wahlheimer Hof 2003 – 2019

 

Projekt Landschaft

„200 Jahre Rheinhessen“

Am Donnerstag, den 3. November…wurde die Ausstellung eröffnet,

in der Verbandsgemeinde in Oppenheim.

54 Titel umfasst die Liste!

Auch einige ganz neue Arbeiten wurden gezeigt, bis 31.12.2016.

 

 

Die neue RHEINHESSEN-Hymne dazu steht auch im Netz:
Hier ist der Link in die Soundcloud:

Du bi du bi du

 

 

Nachrichten aus der
Allgemeinen Zeitung Mainz
Sven Schalenberg stellt Ölgemälde über seine Heimat

bei Rheinhessen-Symposium aus
RHEINHESSEN

Der link zur Zeitung:

 

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/sven-schalenberg-stellt-oelgemaelde-ueber-seine-heimat-bei-rheinhessen-symposium-aus_16301720.htm

 

 

Sven Schalenberg an einer Arbeit zum Thema Napoleon im Wahlheimer Hof.
Foto: hbz/Michael Bahr

 

 

Künstlermesse Kunst-direkt 2016

Liebe Kunstfreunde,

 

am kommenden Freitag, 2. September,

öffnet die „Kunst direkt“, die rheinland-pfälzische Künstlermesse,

ihre Tore in der Mainzer Rheingoldhalle.

 

Öffnungszeiten: Freitag 12-19 Uhr,

Samstag, 3.9.,  12-21 Uhr,

Sonntag, 4.9.,  11-18 Uhr.

 

Sven Schalenberg ist mit dem Stand 219,
direkt im Rheinfoyer, wohl kaum zu übersehen
und wird sich bemühen, mit neuen grandiosen Werken
das Interesse jedes Besuchers an sich zu binden!
Wie auch jeder der anderen tollen Kollegen!
Direkt und ohne Vermittler kann man hier seine Sammlung ausbauen…

Ausstellung 2016 in Homburg/Saar

Ausstellung 2016 in Homburg/Saar

Liebe Kunstfreunde,
Das muß man sich anschauen!
Zu „Tod und Wagnis“ wurden die hier genannten Künstler gebeten, einen Rohling von Sarg oder Urne zum Kunstwerk zu gestalten.
Das war bei Leibe keine leichte Aufgabe.
Pietät ist ein zu ernster Begriff.
Sicherlich haben nun alle nach Homburg-Saar spannendste Ergebnisse eingeliefert.
Darauf darf man wirklich neugierig sein!

2.9. – 4.10.2016

Tod & Wagnis

Jens Andres D | Ute Bernhard B | Lore Bert D | Dominique Chapuis F | Kiddy Citny D | Dina Draeger D | Reinhard Fritz D | Istvan Haasz H | Rosa M Hessling D | Renate Höfer D | Maksim Ivanov RUSS D | Constantin Jaxy D | Oliver Kelm D | Burghard Müller Dannhausen D | Johannes Kriesche D | Dieter Lahme D | Darko Malenica SRB | Hans Mazenauer CH | Gabor Nagy HU | Manuela Rauber D | Thomas Roesch D | Reinhard Roy D | Sven Schalenberg D | Katja Theinkom D | Timm Ulrichs D | Sibylle Wagner Quinte D | Andreas Welzenbach D | Adriana Woll BRAZ | Wonkun Jun KOR | ∞

Kuratiert von Dr Christopher Naumann
Aus einem Kindersarg fertigte Schalenberg,
wieder wie gewohnt mit Feuer und Zitaten der Kunstgeschichte, folgendes Wandobjekt …

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Ausstellung in Wiesbaden zu Hamlet

Ab  Montag, den 29. August zeigt der Kurator Carsten Siebert eine Gemenschaftsausstellung in Wiesbaden zu „Hamlet“:

Sie sind herzlich eingeladen zum Wiesbadener Shakespeare-Tag

im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Eingang Rheinstraße 23).

 

Die Veranstaltung beginnt am Montag, dem 29. August 2016 um 18 Uhr.

Ab 19:30 Uhr wird die Ausstellung „Hamlet in der Gegenwartskunst“ eröffnet.

Wir zeigen Werke von 10 Künstlern.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Dr. Carsten D. Siebert & Jutta Ziegler M.A.

Kurator KunstRaum Riedberg

 

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„Wanzentod“ heißt diese kleine Ölstudie von Sven Schalenberg.

Ausstellung in Ingelheim

Die Einzelausstellung im Kunstverein Ingelheim, ab dem 21. August 2016

ist eröffnet … cw5_finX-tiefinRH1X

„Tief in Rheinhessen“ Malerei zum 200sten Geburtstag der Region

Sonntag der 21. August

bis 16.9….. sollte man wirklich versuchen diese gelungene Präsentation zu sehen…   bis 16.9. …

 

 

 

Dazu schreibt die Laudatorin Dr. Nicole Nieraad-Schalke:

Sven Schalenberg – Tief in Rheinhessen

Vernissage des Kunstvereins Ingelheim am 21.08.16,

Kunst produzieren, Kunst tauschen, Kunst sammeln, Kunst ausstellen, Kunst unterrichten, Kunst hinterfragen… All dies – und noch mehr – tut der 52-jährige Sven Schalenberg, den ich Ihnen heute vorstellen darf. Mit der hier präsentierten Gemäldeserie würdigt Sven Schalenberg seine rheinhessische Heimat, in der er seit fast drei Jahrzehnten lebt. Zum Studium der Freien Bildenden Kunst und Malerei zog es ihn als jungen Maler von Bad Breisig nach Mainz. Nach einem zusätzlichen Abschluss als wissenschaftlich-anatomischer Zeichner arbeitete er fünf Jahre in der HNO-Abteilung der Uni Mainz.

2003 zog Sven Schalenberg mit seiner Frau und zwei Kindern nach Hahnheim, 35 Kilometer von Ingelheim entfernt. Sein privater und gleichzeitig künstlerischer Wirkungsort ist seitdem der Wahlheimer Hof, ein ehemaliger Wirtschaftshof des uns gut bekannten Zisterzienserklosters Eberbach. Die Ursprünge des Wahlheimer Hofs liegen im 13. Jahrhundert. Hinter dessen dicken, denkmalgeschützten Mauern findet Sven Schalenberg seine meditative Ruhe. Die Inspirationen finden zu ihm, in Form von Fotos und unzähligen Fachbüchern, die sich in seiner Wohnung und seinem Atelier stapeln. Lektüre zu Kunstgeschichte, zu Philosophie, zu Maltechniken. Auf seiner Homepage findet sich gar eine Literaturliste, die von der Bibel bis hin zum Greenpeace-Magazin reicht. In der Liste entdeckt man auch einen Lebensratgeber mit dem Titel „Zen in der Kunst des Pinselwaschens“ – aus Sven Schalenbergs eigener Feder, aber leider noch nicht ganz fertig gestellt… Auf der Internetseite sind auch eigene philosophische Gedanken dokumentiert, z.B. über die so schwierige Frage „Was ist Kunst?“. All diese Inspirationen finden ihren Weg wie selbstverständlich in Sven Schalenbergs Kunst.

 

1988 wurde bei ihm Multiple Sklerose diagnostiziert. Mit seiner Krankheit ändert sich auch sein künstlerischer Duktus immer mehr. Zeit spielt nun eine größere Rolle als zuvor, auch ist der Kunstschaffensprozess anders. Zunehmend aufs Atelier beschränkt, nutzt er häufig Fotos Anderer als Inspiration und Vorlage: Fotos der Ortsgeschichte und aktuelle Landschaftsbilder befreundeter rheinhessischer Fotografen. Beim Malen und Kreieren nimmt er, körperlich eingeschränkt, aber wenig Rücksicht auf sich selbst und sieht sich eher als Pinsel bzw. Mittel zum Zweck: zum Zusammenfließen unterschiedlichster Inhalte, die ihn berühren.

Allgemeines zu Werk:

Essentiell für das Verständnis seiner Kunst ist der Begriff „DIALOG“. Sven Schalenberg gibt – oder sucht – Antworten auf Fragen, die ihm die Kunstgeschichte, die Geschichte allgemein, die Philosophie, aber auch die heutige Gesellschaft stellen. Er hat dabei keine Angst vor großen Meistern. Er hat keine Hemmungen, sich den weltbekannten Werken von Michelangelo, Spitzweg, Dürer oder Richter anzunehmen, ihre Figuren und Motive zu zitieren und zu aktualisieren. Im Gegenteil: Je höher die Qualität des malerischen Vorbilds, umso größer ist für Sven Schalenberg die Inspiration und desto größer der künstlerische Austausch. Er hat Respekt, aber keine Ehrfurcht vor den Werken anderer Künstler. Denn Ehrfurcht beinhaltet ein großes Maß an Distanz, doch die ist Sven Schalenberg in der Kunst fremd. Lieber geht er in den DIALOG mit anderen Künstlern.

Mit diesem künstlerischen Ansatz reicht Sven Schalenbergs Œuvre auch in Bereiche der Metakunst, der Appropriation Art hinein. Er kopiert bewusst und mit strategischer Überlegung die Werke anderer Künstler, wandelt diese um und antwortet damit auf Fragen, die diese Gemälde ihm persönlich stellen. Diese Aneignung in der Appropriation Art kann bei Schalenberg stets als Hommage verstanden werden.

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So geht das erste Bild, auf das ich heute verweisen möchte, in den DALOG mit Michelangelos monumentaler Deckenmalerei in der Sixtinischen Kapelle: „Noah pflanzt Reben in Rheinhessen“, hinter mir zu Ihrer Linken.

Mit Humor reflektiert Sven Schalenberg die Methoden künstlerischen Schaffens und zeigt den prozesshaften Charakter der Kunst auf. Manchmal ist der leidenschaftliche Kunstsammler auch – Zitat – „so dreist“, diese künstlerischen Antworten mit bewusst kritischer Absicht zu geben, wenn er z.B. ein Gemälde von Markus Lüpertz – einem der bekanntesten Künstler der Gegenwart – „verbessert“. Man sieht keinen Kotau vor Gerhard Richter oder Johannes Grützke, aber eine dialogische Verbeugung.

Und er transformiert kunstgeschichtliche Elemente ins Heute, mahnt vor den Folgen des Klimawandels, vor Treibhauseffekt und Rohstoffknappheit. Sven Schalenberg driftet dabei aber nie in einen düsteren Gesellschafts- oder Kulturpessimismus ab, dafür spricht aus ihm zu viel Humor und Zuneigung für die Menschen, ihre Natur – und das freie Spiel der Malerei.

Rheinhessen-Serie:

Diese Liebe zur Heimat und zu den hiesigen Dorfanekdoten zieht sich auch durch die hier ausgestellte Rheinhessen-Serie. Nach jahrelanger Beschäftigung mit kunstgeschichtlichen Bildern packte Sven Schalenberg, auch mit Blick auf das 200. Rheinhessen-Jubiläum in diesem Jahr, die neue Lust auf Landschaften. Wobei diese neue Lust eigentlich eine alte Lust ist! Schon im Studium galt er als der „Maler des Himmels, der Sonne und des Lichtes“. Aus dieser Zeit stammt das älteste Bild der Ausstellung, das zu Ihrer Rechten hängt. Es zeigt die „Idylle einer Mülldeponie“ in Budenheim und ist ein DIALOG mit Franz-Josef Degenhardts sarkastisch-bösem Lied „Deutscher Sonntag“ und mit dem „Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich.

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Doch auch in den ganz frischen, gerade getrockneten Rheinhessen-Bildern spielt der Himmel eine große Rolle. Oft scheint es, als würden diese Himmel eine eigene Dynamik, fast eine eigene Persönlichkeit besitzen. Diese Himmel „wollen so werden“, so beschreibt der Künstler den für ihn selbst oft ergebnisoffenen Entstehungsprozess.

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Konsequent nehmen die Himmel bei den sieben sich auf den ersten Blick stark ähnelnden Ölbildern in Ihrem Rücken zwei Drittel des Bildraums ein. Ein achtes gehört übrigens noch zu dieser Serie, doch wird es aktuell noch im MVB-Forum in Mainz ausgestellt. Nicht nur der Bildaufbau verbindet die acht Gemälde, auch das gleiche Format von 100×80 cm. Und auch der Entstehungsprozess schafft eine Gemeinsamkeit zwischen den acht „Horizont-Bildern“: Für alle, mit Ausnahme des Autobahnmotivs, bot der Wörrstädter Fotograf Thomas Tempel mit seinen rheinhessischen Panoramen die bildnerische Basis. Seine extrabreiten Fotografien entfernen sich bereits durch digitale Prozesse deutlich von der Realität. Sven Schalenberg wiederum tritt nun in den DIALOG mit dem Fotografen, nimmt das fotografisch-entfremdete Panorama als Basis seiner „Serie“, entzerrt es nach oben und unten und verfremdet es damit erneut. So sind die dargestellten rheinhessischen Orte, wie Armsheim, Patenheim oder der Hahnheimer Knopf zwar wiedererkennbar, aber dennoch eine abstrahierte Hinwendung des Künstlers an seine Heimat.

In einen solchen künstlerischen DIALOG mit Rheinhessen tritt Sven Schalenberg auch mit seiner Darstellung des Mainzer Domes direkt neben der Eingangstür. Hier überrascht vor allem das Medium, denn der Künstler hat sich, entsprechend einer vorangegangenen Werkserie, für Holz entschieden, das am unteren „Bildrand“ angekokelt, angezündet wurde. So ergibt sich eine spektakuläre Bildwirkung, die gleichzeitig von der Faszination Sven Schalenbergs für das Abbild von Feuer, Flammen und Sonne kündet.

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Einen künstlerischen DIALOG mit Rheinhessens Geschichte führt Sven Schalenberg ebenfalls seit einiger Zeit. Grundlage seiner künstlerischen Antworten sind historische Schwarz-Weiß-Fotografien, die er als „Vintage“-Ölbilder in den unterschiedlichsten Formaten umsetzt. Diese finden Sie zu Ihrer Rechten. Stellen Sie sich genau davor, dann werden Sie sehen, dass die abgebildeten Szenerien den Betrachter durch ihre Eigenartigkeit innehalten lassen. Die befremdliche Eigenartigkeit kommt u.a. dadurch zustande, dass die frühe Fototechnik durch ihre lange Belichtungszeit von den Modellen über Minuten ein unbewegliches Starren in die Linse, in Richtung Fotograf abverlangte. Was uns von alten Fotos vertraut erscheint, wirkt durch das veränderte Medium der Ölmalerei befremdlich und neu. Wir werden von den gemalten Personen angestarrt, fast so, als wollten sie uns aus der Vergangenheit dringend etwas mitteilen. Oder uns anklagen. Auf jeden Fall brennt sich der direkte Blick der Vielen ein.

Auch in das Rheinhessen-Projekt ließ Sven Schalenberg Motive der Kunstgeschichte und Philosophie einfließen. So entdeckt der Betrachter immer wieder archaische Gestalten (z.B. „Am Kornacker“, hinter mir links), die sich in der Erde zu schaffen machen. Die ein Loch graben oder eine Rebe einpflanzen, aber am gänzlich „falschen Ort“, z.B. direkt neben der Schnellstraße. Diese Gestalten haben eine besondere Haltung, mit der Sven Schalenberg auf den zeitgenössischen Maler Wainer Vaccari Bezug nimmt.

Mit dem mittlerweile berühmtesten Ölbild seiner Rheinhessen-Serie möchte ich unseren virtuellen Rundgang fast beenden. Sie sehen es ganz hinten, unter der Treppe. Es heißt „Caffée unter dem Angelbaum mit Napoleon Bonaparte 1813“ und verweist auf eine lokale Anekdote, die Sven Schalenbergs Heimat Hahnheim entspringt. Gleichzeitig ist die Anekdote quasi eine Rheinhessen-Erinnerung, wenige Jahre, bevor Rheinhessen überhaupt erst anfing zu existieren. 1813 verweilte Napoleon auf seinem Weg nach Russland drei Tage in Hahnheim. – Erlauben Sie mir den kurzen Einschub, dass er hier durch Ingelheim lediglich hindurchgeritten ist.

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– Als Napoleon also auf einem Schimmel namens „Nickel“ durch Hahnheim ritt, soll ihm eine Hahnheimerin eine Kaffeetasse samt Inhalt gereicht haben. Und diese Kaffeetasse soll, einer Reliquie gleich, nach der Berührung von Napoleons Lippen, aufbewahrt und nicht mehr gespült worden sein. Ähnlich wie bei tausenden anderen Reliquien auch verliert sich diese Kaffeetasse jedoch im Dunkel – vielleicht im dunklen Dachboden – der Geschichte. Keiner weiß also, wo und ob sie noch existiert. In Sven Schalenbergs Bild hingegen wird die Kaffeetasse wieder lebendig – und mit ihr die 17 Jahre, in denen wir Rheinhessen französisch waren: von 1797 bis 1814.

Immer wieder DIALOG… Dieser dehnt sich sogar aus bis zur Poesie. So inspirierten Sven Schalenbergs Bilder den Schriftsteller Rüdiger Jung, der in der Nähe von Marburg lebt und Gedichte in der Tradition japanischer Haikus verfasst. Zum „Napoleonbild“ dichtete Rüdiger Jung vor einigen Wochen:

 

„Dem Maler

sei Dank

der das Pferd

das sich aufbäumt

festhält

 

in diesem

Moment

 

daß dir

nicht schwindelt

korsischer

Dreispitz

 

Hoch die Tassen

Bonaparte

hättest du

das gute Teil

erwählt“

 

Für das 200. Rheinhessenjubiläum ist Sven Schalenberg auch den DIALOG mit der Musik eingegangen. Der leidenschaftliche Sänger und Liedermacher hat eine Hymne auf Wein und Landschaft gedichtet und achtstimmig selbst aufgenommen – ein Leichtes für das Mitglied des Hahnheimer Gesangsvereins. Die Hymne trägt den Titel „Moguntia“ und beginnt mit den Worten: „Ein Loch hab ich gegraben…“ Es kann kein Zufall sein, dass sich dieser Lochgrabende Bauer wie ein roter Faden immer wieder auch durch Schalenbergs Rheinhessen-Bilder zieht. Und wo er auftaucht, da darf er bleiben.

Sven Schalenberg erhofft sich vom Rezipienten die Bereitschaft, mitzugehen. Und zwar nicht nur die Wege mitzugehen, die sich tausendfach durch rheinhessische Landschaften winden und sich immer wieder in Schalenbergs Gemälden finden. Sondern mitzugehen auf Schalenbergs geistigem Weg, der ihn zu diesem künstlerischen Ergebnis geführt hat. „Gute“ Kunst funktioniert auf verschiedenen Ebenen. Doch je tiefer man mitgeht, oder umso tiefer man mit dem Bauern, dem Pflanzer in der rheinhessischen Erde gräbt, umso mehr landet man im Kopf Sven Schalenbergs. Glücklicherweise scheut er sich nicht davor, seine Kunst zu erklären. Hier steht er wieder ganz in der Tradition der Metakunst, indem er seine Gedanken und Inspirationen gerne offen legt. Nutzen Sie also jetzt die seltene Gelegenheit und kommen Sie mit Sven Schalenberg in den – ihm so wichtigen – DIALOG!

 

 

 

 

Hörbuch „Ein Mensch namens Jesus“

NEUES HÖRBUCH 2016:

 

Schalenberg liest Messadié „Ein Mensch namens Jesus“

 

 

Gedacht als Konfirmationsgeschenk
ist dieses Hörbuch nun, wenige Tage vor der Feier, tatsächlich eingetroffen.

Als ich vor 14 Monaten eine erste Kur zur elenden Gesundheit antrat,
nahm ich diese Lektüre mit und dachte nach den ersten Zeilen: Warum lese ich es nicht laut?
Dann bekommen wir eben auch ein schönes Konfirmationsgeschenk …
Da ich wegen anderem Text alle Technik dazu mit hatte, fing ich in der Kurklinik direkt an, den Text von Messadié,

wie gewohnt wieder kommentiert,

einzulesen.

Später wurde der Großteil auf dem Wahlheimer Hof bis zum Spätsommer gelesen

und ab Herbst in zahllosen langen Nächten auch geschnitten und bearbeitet.

Der Umfang dieser Arbeit hat mich dann doch überrascht und ist erst jetzt fertig.

Das Resultat macht mich nun schon etwas stolz.
Als wav-CD sind es 37 Scheiben.

In Mp3 konnte ich die vielen Stunden auf drei Scheiben reduzieren.
Das Ergebnis ist nun so faszinierend, dass ich es gerne mit anderen Teilen möchte.


Eine erste Auflage habe ich nun hier und bin dankbar für jede Bestellung zu angemessenen 30 Euro
Ab sofort abholbar und bestellbar hier auf dem Wahlheimer Hof 28.

06737 – 710425 e-mail: Schalenberg@web.de

Ausstellung Rheinhessen-Symposium in Mainz MVB-Galerie 2016

Zur Ausstellung im Rheinhessen-Symposium ab 23. Juni bis 26.8.2016
in der Hauptstelle der Mainzer Volksbank, am Neubrunnenplatz, MVB-Forum,
lädt die Bank und der Kunstverein Eisenturm ein.

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Die langfristig vorbereitete Ausstellung wird ein Glanzpunkt in den Aktionen zu 200 Jahre Rheinhessen sein.
Die Auswahl der regional und überregional bedeutenden Künstler hat sich gezielt zu diesem Thema zusammengefunden.
Auf die Ergebnisse darf man sich freuen…

 

Dort ist auch ein Katalog erhältlich.

 

Hallo Kunstwelt!

Geburtstag dieses Blogs ist der 29. Januar 2012

Auf der Seite www.schalenberg.de finden Sie Schalenbergs bisherige Webseite und meistens das aktuellste.

 

Als info für alle Galeristen entstand 2021 dieser Bioggrafie-Text:

Gedanken zum fehlenden Galeristen

 

kommen auf, im Frühjahr 2021, von Sven Schalenberg,

 

nicht nur, da sich der Studienfreund Detlef Glora gerade wieder gemeldet hat,

sondern vor allem, da jeder Künstler immer wieder über sein Werk

und den Nachlass nachdenken muß, den Erfolg des Lebens abwägt

und jedem Kunden weiterhin Mut machen soll,

zu sammeln.

 

Schalenberg kann mit seiner Begeisterung für Kunst

keine Familie ernähren,

doch gelang es meistens doch die Unkosten seiner Arbeit einzufahren, das ist jedenfalls bemerkenswert.

 

Mit Charo Calleja-Martin, Thomas Bauer und dem Detlef gründeten wir im November 1994 die „Gloragallery“ in Mainz am Münsterplatz.

Seit der Nachbarschaft im Studentenwohnheim Inter 1 habe ich mit Detlef Glora viel schöne Zeit verbracht und wir verstanden uns eben.

Der  Detlef war der ausgewiesene Wirtschaftsfachmann – wir Künstler hatten die Kontakte und das Insiderwissen zur Kunst. Daraus konnte was werden…

 

Natürlich braucht es Zeit, bis so ein Projekt sich beginnt auszuzahlen,

und während wir Künstler einen relativ günstigen Atelierplatz gemietet hatten, und bald produktiv schaffen konnten,

war der Galerist jener, der den fehlenden Wirtschaftserfolg am meisten verspürte, bzw. nicht ahnen konnte, was daraus überhaupt mal werden wird.

 

Wahrscheinlich war es vernünftig, daß er wenige Monate später die Reisleine zog, und ausstieg. Verständlich jedenfalls!

Schade aber doch, da die Szene solche Leute braucht, und sogar mit genügend Input an Engagement auch ein Output an Umsatz bieten kann,

irgendwann, vielleicht.

Irgendwann dann, falls man durchgehalten hat bis der Name was Wert wurde.

Viele Galeristen hat man nach längerer Zeit erst noch scheitern gesehen.

Mancheiner hat sich mit Beständigkeit irgendwann dann

doch durchgesetzt und etabliert, oft mit seiner geselligen Persönlichkeit, denn er muß zweiseitig tanzen können . Einmal eben gute Waren bieten und wichtiger noch, diese in die richtigen Sammlungen leiten …

Wissen muß er also generieren! Überblick bekommen …

Im Dezember 1994 hatte ich die zweite Ausstellung in der „Gloragallery“ mit 101 kleinen Arbeiten aufgebaut und habe eine davon verkauft.

Von Umsatz in den nächsten Ausstellungen mit dem Detlef ist mir nichts in Erinnerung.

 

Dieser Platz aber hat dann als Produzentengalerie „ART’N’ACT“ am Münsterplatz wirklich Mainzer Geschichte gemacht.

In den folgenden 20 Jahren haben zwei dutzend Künstler dort gearbeitet.

In bis zu acht Ausstellungen pro Jahr konnten an die 100 Künstler dort ihr Werk präsentieren. An Umsatz blieb es aber marginal.

Für den Galeristen interessant wäre eher der Sog, den diese hervorgehobene Location dann überregional erzeugte. Fast ebenso viele Musiker waren dann da. Besonders die Jazzer-Szene kam von überall her…

Mit vielen Konzerten, Lesungen und Performance wurde „ART’N’ACT“ seinem Namen dann gerecht, geadelt bis in ein Lied von Franz Josef Degenhard.

So ist „ART’N’ACT“ für viele Menschen aus Mainz und Wiesbaden und Künstler bis in die USA ein bleibender Begriff mit lieben Erinnerungen.

Bester Kunst-Kunde war dann vielleicht noch der Schalenberg selbst, dessen große Kunstsammlung nun ebenfalls im Lager abgestaubt sein will…

 

Die Ausstellung zu „ART’N’ACT“ 2002 im Mainzer Rathaus  war wirklich großartig. Die Offiziellen hatten diese Initiative gern, da sie Kulturleben ins Zentrum brachte und nur ab und zu mal klein gefördert werden mußte.

Aber nach dem Auszug von Sven und Charo wurde das Programm ruhiger dort.

 

Es fanden sich Andere, die die Ateliergemeinschaft weiter machten…

Die Ausstellung zu „20 Jahre ART’N’ACT“ fand 2014 noch im eigenen Atelierraum statt, zusammen mit vielen „Ehemaligen“ und lieben Stammgästen.

2018 mußten die letzten Künstler wegen Abriss raus.

Das Gebäude steht immer noch, glaube ich.

Nach unserem Umzug 2003, 20 km südlich von Mainz blieb ich noch bis 2007 am Münsterplatzatelier, bis ich nicht mehr die Kraft hatte alle Ateliers zu halten…

 

 

 

Bereits vor dem Kunststudium konnte ich einige Bilder verkaufen.

Der Umsatz im Studium brachte dann immerhin den Materialeinsatz ein.

Nun habe ich es in den 30 Jahren der freiberuflichen Tätigkeit tatsächlich geschafft, mit einigen Ausnahmen, mein monatliches Einkommen auf ungefähr 3 bis 400 Euro aus Bildverkäufen und dem ca. hälftigen Malunterricht zu generieren, was dann doch die Sozialbeiträge und Krankenkasse bedienen konnte. Enorm!

Es muß nochmals betont werden, daß all dieser Eintrag aus dem absoluten Nichts gehoben wurde. Das können sich viele, die irgendwoher Gehalt beziehen gar nicht vorstellen. Das ist wenig und doch ungeheuer viel!

Viele Künstler haben selbst das nicht.

Den Lebensunterhalt besorgte dann meine Frau mit ihrer Vollzeitstelle in der Redaktion in Frankfurt.

In Haushalt und Familie bringt man dann seinen Part gerne.

 

Was aber ist künstlerischer Erfolg?

Ich kenne gute Künstler, die nie etwas verkaufen können,

und gleichzeitig Leute, die ihren banalen Schrott umsetzen, wie Bolle.

Daran ist weder langfristiger Wert, noch Erfolg zu messen!

Die größte Kunst ist oft die Sperrigste.

Auch viele Galeristen gehen oft Kompromisse ein zum breiten Publikumsgeschmack, um überhaupt was zu verkaufen.

Das ist dann höchst gefährlich, wenn man sich einen „Namen“ aufbauen will.

In allen Künsten ist der Wert eigentlich ideell und der geistige Gehalt halt das Gehalt, an dem man gerne bewahrend fest hält.

Also ist die Idee die eigentliche Bedeutung

und deren Deutung im immer wieder aktualisierten Vollzug in der Gemeinschaft die Kommunikation die den Geist möglichst hoch hält.

Wenn es mir gelang dies klar zu machen, konnte ich auch Kunden gewinnen, die dann für das zahlen, was Andere, die freien Künstler, für so wichtig erachteten, daß sie viel Mühe in ein Werk investierten.

 

Überzeugungsarbeit und viel schwätzen …

Alles, alles immer erklären können!

Rar handeln damit, wie teure Reliquien!

 

 

Es gab dann auch mal ein größeres Bild im Verkauf,

2 bis 4 Tausend war schon was,

dieses Geld mußte aber dann für längere Zeit eingeteilt werden…

Damals hat mir ein sattes Bild wirklich sehr geholfen.

Heute hätte ich es am liebsten wieder zurück.

Man sieht, ich konnte mich knapp über Wasser halten. Immerhin!

Für zwei aber hat es nie gereicht.

 

Überregional erfolgreiche Kunst geht aber nur im Teamwork!

Einerseits die Produktion und andererseits der Vertrieb.

Alle die vielen Einzelkämpfer, die Beides bedienen müssen, haben es enorm schwer! Denen gilt höchste Hochachtung!

Richtig groß raus kommt da kaum jemand.

 

Und messen muß man sich eigentlich an Allem rundum

und an Allem jemals Dagewesenem.

Was für eine Last?

Klar liegt der Schwerpunkt erst mal im Erstellen der Kunst.

Dann stellt es der Künstler der Gesellschaft vor, meist in Ausstellungen,

die die meisten besuchen, rein um geistig gehoben zu sein.

Die Künstler bieten also eine Bildungsdienstleistung, frei und umsonst erst mal.

Wenn dann doch jemand was kaufen will,

so ist das eine Überraschung, eine Bestätigung, eine Förderung des Geleisteten.

 

Wenn von den zehn im Jahr produzierten Kunstwerken drei verkauft wurden,

so war das gut – und war sogar genügend…

Die anderen sieben gingen dann ins Lager…

Das sind aber keineswegs die schlechteren!

Es reichert sich also schnell ein Kunstlager an, das stets weiter wächst…

Dieses Lager ist dann reinste Schatzkammer.

Dieses zu pflegen und zu beschützen kostet bald die größte Energie.

Alle Museen haben dies Problem.

Nimmt mir ein Kunde ein Werk ab, so hat er dies Problem.

Meine Kunstsammlung ist mir eine liebe Last.

Alle Mittel, die ich übrig hatte, steckte ich in den Schutz  meines Kunst-Lager.

Dabei geht es keinesfalls um eitle Selbstüberschätzung!

Es geht um Zeit und Werk und Wert.

 

Es gibt aber auch Kunden, die der Bürde des Bewahrens nicht gerecht wurden, werden, und das Werk nicht achten, es verloren.

Denen gäbe ich gerne ihr unwertes Geld zurück, hätte ich blos mein liebes Werk wieder.

 

Erfolg steckt also im Werk selbst – und nicht im x-fachen Umsatz dessen.

 

Aber die letzten Sammler entscheiden dann doch irgendwann,

was wirklich bewahrenswert bleibt!

 

Gerade die reichsten Sammler bringen eigentich wichtiges Renomee.

Geben die aber nicht acht und achten nicht, was Andere sich eher mühsam absparten, so wäre es besser sie wären mir nie über den Weg gelaufen und ich hätte es eher den Armen geschenkt, die froh sind darauf aufpassen zu dürfen…

 

Schon sterben meine Sammler, geben weiter, oder auch nicht.

Eine sehr frühe Förderin starb Anfang 2020 ohne Erben und Alles von ihr war ganz schnell gierig zerfleddert. Traurig! Sie besaß von mir mal drei gute Bilder und etwas Kleinkram. Darunter einen unerhört kitschigen „Christus am Ölberg“, extra für sie so gemacht, aber doch ein gutes Gemälde.

Nun hoffe ich daß diese leicht verkannte Arbeit doch wenigstens noch den Weg zum „Flohmarkt“ findet und nicht gleich in den Container wandert.

Geht es dort hin, also zum Zeitmarkt, so vertraue ich darauf, daß es doch noch mal den Richtigen überzeugen kann… Es taugt!

Aber das Gespür des Haushaltsauflösers muß es erst mal vor der Tonne bewahren!

 

Ich kenne Kollegen, die alle paar Jahre, alles, was nicht wegging vernichten.

Ich kann das nicht! Mir ist die geleistete Arbeit auch viel zu ernst!

So habe ich aktuell ein (unvollständiges!) Werkverzeichnis mit über1400 Arbeiten, erstellt ab den 2000ern…

Wenn davon 3 bis 400 Werke verkauft wurden,

so ist das doch so beachtlich,

daß jeder Galerist eigentlich hellhörig werden sollte.

Aber tausend Werke liegen im Lager und wollen abgestaubt werden…

Das kostet, kostet aber viel Energie!

Addiere ich deren Werte, so bin ich mindestens Millionär!

Verkauft wird aber manchmal auch Altes.

Imaginäre ideelle Werte lagern da, die aber keine Bank anerkennen will.

Verständlich!

Dinge die aber stets gepflegt werden müssen.

Wie ich höre, will das Finanzamt, daß die Erben auf die unrealisierte imaginäre Million auch schon gleich Steuern bezahlen müssen, obwohl der Bestand doch nur Kosten verursacht.

 

Allen Künstlern geht das so, jeder muß sich und seins für wichtig erachten!

Verständlich auch!

Der Platz in der Welt und in den wichtigen Sammlungen ist aber begrenzt.

So einen Platz zu lancieren ist Aufgabe des Galeristen, oder Managers.

Der wirkliche, langfristge Erfolg braucht die Zwei!

 

Die Arbeit des Galeristen ist eigentlich rauszukriegen,

wer das Werk zukünftig gut pflegen kann.

Dazu gehört er in die Schickaria und hat die Celebraty zu beturnen.

Er muß wissen, bzw. in Erfahrung bringen, wer was will, welche Sammlung passend ist und den Überblick bekommen über all die Wünsche der potenten

Vermögenden. Deshalb ist ein markantes Outfit da auch praktisch.

Er sollte mit Jedem „Können“!

Auf Partnersuche ergaben sich viele Kontakte zu Galerien und Kuratoren.

Die sind aber mindestens so disperat in der Geltung, wie die Künstler auch.

Sehr viele Blender sind darunter und auch Leute, die nur die Not der Künstler ausnutzen. Gute waren auch dabei, die hatten meist den Stall schon voll.

Mancher wird die überraschend kompetenten Gespräche mit mir in Erinnerung behalten.

Temporär habe ich mit Einigen einige Projekte, Ausstellungen und magere Umsätze sogar durchgeführt.

Man kennt mich. Man schätzt mich und man verachtet mich.

Das ist üblich!

Der eine Partner des absoluten Vertrauens ergab sich aber nicht.

 

Klar kann das nun auch an mir liegen.

Aber ca. 80% aller Künstler geht das so.

Meine Kunden, die bei mir dann doch kauften, immerhin,

sind fast alle noch zufrieden.

Horcht auf, ihr Galeristen!

 

Mein erster Sammler und Schulfreund ist heute noch dabei,

aber er ist insofern auch schon satt, da er gar nicht mehr weiß, wo er die Werke noch unterberingen soll.

 

« Ceci n’est pas un Magritte“, weil das Bild ein Schalenberg ist.

Als eine betagte Frau zu mir ins Atelier kam, und sagte, sie wolle unbedingt noch mal einen „Schalenberg“ haben,

war ich sehr bewegt,

da sie gar nicht wußte was.

Sie wollte eben ein Bild von mir.

Meine Signatur bedeutete ihr was.

Und ich zeigte ihr alles, was da grad präsent war,

sie zog etwas in Erwägung, schwankte mit noch etwas und ging,

mit quasi einer Reservierung dann.

Wenige Wochen später war sie tot.

Aber sie war erlöst!

Sie hatte ihren Schalenberg gesehen und angetickt.

Es war gar nicht mehr wichtig, daß der deal nicht vollzogen worden war.

Ihr Wunsch war gerade noch mal erfüllt worden.

Wenn man so etwas nach langem Künsterleben erleben

darf, dann ist das grandios, denn es zeigt:

Man hat sich einen Namen erarbeitet.

Horcht auf, ihr Galeristen!

 

Eine Frau mit wohl kleinem Durchschnittseinkommen ist mittlerweile so sehr Fan der „Schalenbergs“, daß sie sich das nächste Bild richtig vom Munde abspart und schon in kleinen Raten abbezahlt, was sie im Ouvre als besonders wichtig wahrgenommen hat.

Aber auch diese Sammlerin sollte schon mal an ihren Nachlass denken …

 

Meine Bilder sind nicht teuer!

Meine Bilder sind aber auch nicht gerade billig!

Allein, es gibt einen fairen, erarbeiteten Marktwert zum Schalenberg.

Ob der auch reicht für zwei, hängt dann auch ab von der Zwei.

Verschenkt wird selten was.

Spannend wird es, wenn die Werke bald im Sekundärmarkt wieder auftauchen…

 

 

Sven Schalenberg, Hahnheim, 2021-02-10